Beim Pferdetraining ist aus gesundheitlicher Sicht ein gutes Aufwärmen und Abreiten enorm wichtig. Aber, es sollte nicht nur eine Pflicht sein, sondern darf Spaß machen.
Alle Reiter kennen diese Grundregel
Pferde, die mit verkürzter Aufwärmzeit oder ganz ohne Aufwärmen geritten werden, neigen zu vorzeitigem Verschleiß.
Wenn diese Zeit als lästige Pflicht betrachtet wird, kommt es leicht dazu, sie zu verkürzen. Das belastet die Gelenke und die Muskulatur des Pferdes und führt zu vorzeitigem Verdschleiß.
Aufwärmen darf genauso viel Spaß machen wie das Reiten danach
Zwanzig Minuten aufwärmen im Schritt heisst nicht nur langweilig im Kreis vor sich hin zu trotten!
Bevor man überhaupt in den Sattel steigt, kann man schon einen Spaziergang an der Hand machen. Auch zu Beginn einige Runden Führen in der Halle ist eine Möglichkeit.
Dann vom Sattel aus darf das Pferd sich erst mal strecken und lang machen. Aber anschließend kann man langsam steigernd mit Hufschlagfiguren und Handwechseln beginnen. Jetzt können Sie Ihr Pferd geschmeidig machen für die weiteren Anforderungen. Viel Stellen und Biegen, korrektes Antreten und Rückwärtsrichten sind Gold wert, aber nicht alles.
„Was Pferdchen im Schritt nicht kann, kann es in der höheren Gangart schon gar nicht!“
Anschließend kann man alle Lektionen schon üben, die das Pferd in einer höheren Gangart beherrschen soll. Ein korrekter Schritt ist in Wahrheit eine der schwierigsten Gangarten überhaupt.
Und Stangenarbeit fördert wunderbar die wichtige Bauchmuskulatur!
Ist Ihr Pferd einmal aufgewärmt, hilft ein bisschen Galopp für noch mehr Lösung.
Als Osteopathin liegt mir die Gelenksgesundheit unserer Pferde sehr am Herzen und deshalb plädiere ich immer dafür, diese Aufwärmzeit wirklich einzuhalten und auch kreativ zu gestalten.
Und natürlich ein abschließendes Cool Down
Abschließend das Cool down nicht vergessen, besonders wenn Ihr Pferd stark schwitzt. Dabei normalisieren sich Blutdruck und Atmung. Die bei starkem Training anfallende Milchsäure in den Muskeln wird schneller abgebaut. So kommt es zu weniger Muskelkater.