Nährstoffbedarf im Fellwechsel

Im Fellwechsel steigt der Nährstoffbedarf

Im Fellwechsel steigt der Nährstoffbedarf des Pferdes an. Die Tiere bilden neues Haar. Dafür brauchen sie genügend Baustoffe. Aber nicht alle Nährstoffe sind in dieser Zeit gleich wichtig. Und nicht jedes Pferd braucht eine zusätzliche Gabe.

Welche Tiere brauchen eine zusätzliche Unterstütung?
  • Pferde, die ganzjährig überwiegend von Heu und Gras ernährt werden, ganz besonders, wenn sie kein Mineralfutter angeboten bekommen.
  • Geschwächte und alte Tiere
  • Tiere, die Probleme mit dem Fellwechsel haben
  • Tiere, die während der Zeit des Fellwechsels zu Infekten, Kotwasser oder anderen Beschwerden neigen
Welche Tiere brauchen keine zusätzliche Unterstützung?

Bei einer ganzjährig hochdosierten Fütterung mit Mineralstoffen und Vitaminen sollte der Bedarf auch im Fellwechsel gedeckt sein. Diese Tiere brauchen keine zusätzliche Unterstützung.

welche Nährstoffe sind im Fellwechsel besonders wichtig?

Da Haare/Fell aus Eiweiß aufgebaut sind, steigt im Fellwechsel der Bedarf an Eiweiß, Zink und Schwefel.
Eine kurweise Zufütterung von organischem Zink und von Schwefel in Form von MSM ist jetzt am Wichtigsten. Am besten beginnt man schon zwei bis drei Wochen bevor der Fellwechsel so richtig einsetzt. Dann sind die Speicher bereits etwas aufgefüllt, wenn der Fellwechsel so richtig einsetzt.

Speziell bei einer eiweißarmen Ration erweist sich im Fellwechsel die zusätzliche Gabe von essentiellen Aminosäuren in Form von Esparsette oder Luzerne als hilfreich.
Esparsette hat zusätzlich durch ihren Gehalt an Tanninen(Gerbstoffen) auch eine stabilisierende Wirkung auf den Darm. Diese zusätzliche Wirkung kann bei Futterumstellungen wie beim Schließen der Weiden im Herbst unterstützend sein, denn der damit verbundene Wechsel zu reiner Heufütterung belastet speziell Tiere mit Magen-Darm-Problemen oft zusätzlich. Das gleiche gilt auch für das Frühjahr, wenn die Fütterung von reiner Heufütterung zu Weidegras wechselt.

Essentielle Fettsäuren werden am Besten in Form von Samen angeboten. Hier kann man Hagebutten, frisch geschroteten Leinsamen, Sonnenblumenkerne oder auch Wildsamenmischungen abwechselnd zwei bis dreimal pro Woche ergänzen. Samen werden immer nur in kleinen Mengen verabreicht und auch nicht täglich.
Von einer Gabe von Ölen wird abgeraten.

Wichtig!

Viele Pferde bekommen mehrere Zusatzfutter, wie Müslis und Mashs oder pelletierte Futtermittel. Die meisten dieser Produkte sind mineralisiert und enthalten auch Vitamine.
Werden mineralisierte Produkte verfüttert, dann  muss man darauf achten, dass es zu keiner Überversorgung durch mehrfache Mineralisierung kommt!

Zum Schluss:

Die Empfehlungen in diesem Artikel sind grundsätzlicher Natur. Hat ein Pferd gesundheitliche Probleme oder ist es schon in fortgeschrittenem Alter dann empfielt sich eine individuelle Abstimmung durch den Tierarzt/in.

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