Mauke ist eine entzündliche Erkrankung der Haut in den Fesselbeugen des Pferdes. Wenn die Hautveränderungen weiter am Bein nach oben gehen, spricht man von Raspe.
Erscheinungsbild
In leichten Fällen finden sich leichte Rötungen. In schwereren Fällen kommt es zu nässenden Ausschlägen bis hin zu Borkenbildungen. Bei Mauke konzentrieren sich die entzündlich veränderten Hautbereiche auf die Beine. Es beginnt meist in den Fesselbeugen, manchmal nur an den Vorder-, manchmal nur an den Hinterbeinen oder an allen 4 Extremitäten. Die gerötete Haut ist warm und die TCM spricht hier tatsächlich von einem Hitzeprozess. Die Behandlung ist mühsam und oft ineffektiv.
Ursachen
Als häufige Ursachen wird das langfristige Stehen in Schlamm, wie wir es auf den „Gatschkoppeln“ im Winter antreffen oder starke Reizung der Haut z. B. durch unsaubere Böden mit Ammoniakausdünstung genannt. Im Englischen findet man daher die Bezeichnung „mud fever“.
Ursachen aus ganzheitlicher Sicht
Wir sehen Pferde gemeinsam auf den selben Weiden. Einzelne Tiere entwickeln Mauke andere nie. Die Ganzheitsmedizin sieht Mauke in erster Linie als ein von Innen kommendes Geschehen, das sich über die Haut im Außen zeigt, und das deshalb auch von innen behandelt werden sollte. Die von außen kommenden Faktoren wie viel Feuchtigkeit oder starke Belastung durch Ammoniakausdünstung verstärken das Krankheitsgeschehen dan zusätzlich, besonders bei vorbelasteten Tieren.
Die Haut zählt neben Darm, Niere und Leber ebenfalls zu den Ausscheidungsorganen. Wenn die Hauptausscheidungsorgane Darm, Leber und Niere überfordert sind, wird vermehrt auch über die Haut ausgeschieden. Das verändert das Hautmilieu und schwächt das lokale Immunsystem.
Bei der Entstehung spielen die Fütterung und die Darmgesundheit eine maßgebliche Rolle.
Behandlung
Eine rein lokale Behandlung mit Cremen und Salben von außen ist nur in sehr leichten Fällen erfolgreich. Meistens entwickelt sich ein chronisches oder immer wiederkehrendes Krankheitsgeschehen.
Deshalb sollte die äußerliche Behandlung immer mit einer Regulation des Stoffwechsels verbunden werden. Welche Methoden man dafür anwendet, hängt vom Repertoire des Tierarztes ab.
Ich unterstütze gerne mit chinesischen Kräuterezepturen und bei Therapiebedarf im Bereich des Darmes arbeite ich mit Therapiekonzepten auf der Basis westlicher Kräuter.